Satzung

Satzung des Vereins
„African German Expert-Knowledge Transfer“ (AGET e.V.)

 

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Präambel

Zur nachhaltigen Umsetzung humanitärer Projekte in Afrika und im Bewusstsein seiner Verantwortung für die betroffenen Menschen gründet sich der Verein „African German Expert-Knowledge Transfer“ (AGET e.V.) und gibt sich die nachfolgende Satzung.
Unser höchstes Ziel ist es, die Menschen in Afrika, ihre Denkweise, ihre Kultur und ihre Besonderheit stets zu achten und zu respektieren. So wird jedes Projekt, das AGET e.V. beginnt, mit dem Prinzip durchgeführt, dass die „ersten Experten“ immer die Menschen sind, die vor Ort leben und daher am besten wissen, welche Probleme bestehen und welche Lösungsansätze sich in ihrem jeweiligen kultu- rellen Kontext auf welche Weise am besten implementieren lassen.

AGET e.V. ist überparteilich und weltanschaulich unabhängig tätig. Unsere Arbeit steht für Toleranz, Wertschätzung und Solidarität kultureller und gesellschaftlicher Vielfalt.
Unter Berücksichtigung dieser Grundsätze hat jedes Mitglied von AGET e.V. seine Arbeit im und für den Verein sowie den betroffenen Menschen auszurichten.

§ 1 – Name, Sitz, Geschäftsjahr

Der Name des Vereins lautet African German Expert-Knowledge Transfer e.V. (Abkürzung AGET e.V.)

Der Sitz des Vereins ist Marburg.

Der Verein soll in das Vereinsregister bei dem Amtsgericht Marburg eingetragen werden.

Das Geschäftsjahr des Vereins ist das Kalenderjahr. Das Gründungsjahr ist ein Rumpf-Geschäftsjahr und endet mit dem 31. Dezember.

§ 2 – Zweck

Zweck des Vereins ist die interdisziplinäre Durchführung und Unterstützung von humanitären Projek- ten in Afrika, vorwiegend mit folgenden Inhalten:

  1. HIV infizierte Menschen – vorwiegend Mädchen und Frauen – in Afrika mit Schul- und Aus- bildungs-, sowie Arbeitsprogrammen zu unterstützen, so dass diese dauerhaft wirtschaftlich eigenständig leben können.
  2. Für HIV infizierte Menschen in Afrika die medizinische Versorgung sicherzustellen und den Zugang zum Gesundheitswesen zu erleichtern.
  3. Aufklärungsprojekte zum Thema sexuell übertragbare Erkrankungen zu unterstützen und durchzuführen.
  1. Strukturierte Unterstützung im Bereich Gesundheitsversorgung vorwiegend in ländlichen Re- gionen Afrikas. Hier sind besonders der Transfer von funktionsfähigen und geprüften Gerät- schaften von Deutschland/ Europa in afrikanische Krankenhäuser und Gesundheitszentren so- wie die strukturierte Aus- und Fortbildung von afrikanischem Gesundheitspersonal (ggf. in Deutschland) hervorzuheben.
  2. Kultureller Austausch und Förderung von Kunst- und Kulturprojekten in Verbindung mit Af- rika und Deutschland.
  3. Gründung von regionalen Büros/Zweigstellen des Vereins zur Förderung seiner Ziele durch die Gewinnung von Mitgliedern und Sammeln von Spenden, zur Gewinnung von Förde- rern/Sponsoren und zur Koordination seiner Vorhaben in Afrika.
  4. Weitere, mit den vorgenannten Projekten verwandte oder ähnliche zur Unterstützung und För- derung hilfebedürftiger Menschen und Gesundheitseinrichtungen in Afrika.
  5. Durch gezielte Programme und Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland (und in Afrika) auf die Lebenssituationen der Menschen in Afrika aufmerksam zu machen und die Bevölkerung da- durch zu sensibilisieren.
  6. Die einzelnen Projekte in Afrika sollen, sofern möglich, durch Lehr- und Forschungsprojekte in Deutschland (insbesondere an der Philipps-Universität Marburg, aber auch an anderen Lehr- und Forschungseinrichtungen) untermauert werden, um neben einer effizienteren Nut- zung von personellen Ressourcen auch eine höhere Nachhaltigkeit der Projekte zu gewährleis- ten.

Der Verein unterstützt diejenigen Mitglieder, die durch ehrenamtliche Tätigkeit konkrete Vorhaben hinsichtlich oben genannter Projekte umsetzen möchten. Über Art und Umfang der Unterstützung durch den Verein beschließt die Mitgliederversammlung. Soweit Mitglieder Auslagen für den Verein übernehmen, können diese erstattet werden. Falls ein Mitglied für den Verein tätig wird und dadurch eine fremde Arbeitskraft ersetzt, kann der Verein einen Arbeits- bzw. Honorarvertrag abschließen.

§ 3 – Gemeinnützigkeit

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabeordnung.

Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendung aus Mitteln des Vereins.

Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhält- nismäßig hohe Vergütung begünstigt werden.

Die Mitglieder erhalten bei ihrem Ausscheiden oder bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins keine Anteile des Vereinsvermögens. Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall steuer- begünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an die Stadt Marburg, die es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige und mildtätige Zwecke zu verwenden hat.

§ 4 – Mittel des Vereins

Der Verein erhält Mittel zur Erfüllung seiner Aufgaben durch:

  1. Mitgliedsbeiträge, deren Höhe in der jährlichen Jahreshauptversammlung festgelegt werdenund die jeweils im Januar des jeweiligen Jahres im Voraus fällig sind. Die Beitragsregelung kann unterschiedliche Beitragshöhen für die unterschiedlichen Mitgliedsgruppen Schü- ler/Studenten, Rentner, Arbeitslose, Berufstätige, juristische Personen usw. festlegen
  2. Geld- und Sachspenden
  3. Subventionen
  4. Erträge aus Sammlungen und Werbeaktionen
  5. Sonstige Zuwendungen und Projekte

 

§ 5 – Mitgliedschaft

Der Aufnahmeantrag zur Mitgliedschaft ist schriftlich oder verbal gegenüber dem Vorstand zu stellen. Der Vorstand entscheidet nach freiem Ermessen über die Aufnahme der Mitglieder.
Der Verein besteht aus ordentlichen und fördernden Mitgliedern.
Ordentliches Mitglied ist jede Person, die den Mitgliedsbeitrag zahlt oder den Verein anderweitig fi- nanziell unterstützt.

Förderndes Mitglied kann jede Person werden, die sich aktiv darum bemüht, dass der Zweck des Ver- eins erreicht wird.
Die Mitgliedschaft endet durch Tod, Austritt oder Ausschluss.
Ein Mitglied kann durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Vorstand mit einer Frist von drei Mo- naten zum Ende des laufenden Geschäftsjahres aus dem Verein austreten.

Ein Mitglied kann aus dem Verein ausgeschlossen werden, wenn es schuldhaft in grober Weise die Interessen des Vereins verletzt oder wenn es mehr als sechs Monate mit der Zahlung mindestens eines Jahres Mitgliedsbeitrags in Verzug ist und es trotz Mahnung durch den Vorstand unter Androhung des Ausschlusses innerhalb einer Frist von einem Monat seit der Mahnung die rückständigen Mitgliedsbei- träge nicht zahlt. Über den Ausschluss befindet die Mitgliederversammlung, wobei die Mehrheit von 75 % der abgegebenen Stimmen erforderlich ist. Bei der Beschlussfassung ist das betroffene Mitglied nicht stimmberechtigt.

§ 6 – Vorstand

Der Vorstand besteht aus 5 Personen:

  1. Dem ersten V orstand
  2. Dem zweiten V orstand
  3. Dem dritten V orstand
  4. Dem Kassenwart
  5. Dem Schriftführer

Der Verein wird durch je zwei Vorstandsmitglieder gemeinschaftlich vertreten und zwar jeweils dem ersten/zweiten/dritten Vorstand in Gemeinschaft mit einem weiteren Vorstandsmitglied.
Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung (Jahreshauptversammlung) für die Dauer von drei Jahren gewählt; er bleibt jedoch auch nach Ablauf seiner Amtszeit bis zur Neuwahl eines Vorstandes im Amt.

Scheidet ein Vorstandsmitglied vor Ablauf der Amtszeit aus, so ist auf der nächsten Mitgliederver- sammlung eine Nachwahl für die restliche Amtszeit des bestellten Vorstandes durchzuführen. Bis dahin können die verbliebenen Vorstandsmitglieder für die Funktion des Ausgeschiedenen aus den

Reihen der Mitglieder ein Ersatzmitglied bestimmen, wenn dies zur ordnungsgemäßen Erledigung der Vereinsaufgaben erforderlich ist.

Der Vorstand handelt im Rahmen der verfügbaren Mittel und hat insbesondere folgende Aufgaben:

  1. Einberufung der Mitgliederversammlung mit T agesordnung
  2. Ausführung der Beschlüsse der Mitgliederversammlung
  3. Erstellung des Jahresberichts
  4. Beschlussfassung über die Aufnahme von Mitgliedern

 

§ 7 – Mitgliederversammlung

Mindestens einmal im Jahr während der ersten sechs Monate findet die ordentliche Mitgliederver- sammlung (Jahreshauptversammlung) statt.
Die Mitgliederversammlung entscheidet insbesondere über:

  1. Die Entgegennahme des von dem Vorstand vorgelegten Jahresberichts und der Jahresab- schlussrechnung
  2. Entlastung des V orstandes
  3. Die Wahl der Vorstandsmitglieder und Festlegung der Funktionen der berufenen Vorstands-mitglieder
  4. Die Abberufung der V orstandsmitglieder
  5. Den Ausschluss von Vereinsmitgliedern
  6. Satzungsänderungen
  7. Festlegung des Mitgliedsbeitrages
  8. Die Auflösung des Vereins

Neben der Jahreshauptversammlung können auch außerordentliche Mitgliederversammlungen durch den Vorstand einberufen werden, wenn es das Vereinsinteresse erfordert oder wenn es von mindestens einem Viertel der Mitglieder schriftlich unter Angabe von Gründen bei dem Vorstand beantragt wird. Die Einladung zu den Mitgliederversammlungen erfolgt durch den ersten Vorstand oder den zweiten Vorstand des Vereins in Schriftform. Zusammen mit der Einladung ist jedem Mitglied die Tagesord- nung mitzuteilen.

Die Einladungsfrist beträgt mindestens drei Wochen, wobei der Tag der Absendung der Einladung und der Tag der Mitgliederversammlung nicht mitgezählt werden.
In dringenden Fällen, insbesondere wenn es das Vereinsinteresse unaufschiebbar erfordert, kann die Ladungsfrist auch abgekürzt werden, wobei eine Frist von einer Woche nicht unterschritten werden soll; der Dringlichkeitsgrund ist in der Ladung anzugeben.

Die Einladung erfolgt an die letzte, dem Verein bekannte Mitgliedsadresse.

Die Mitgliederversammlung ist – wenn sie satzungsgemäß einberufen wurde – ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienen Mitglieder stets beschlussfähig.
Die Mitglieder sind berechtigt, bis eine Woche vor dem Tag der Mitgliederversammlung schriftlich die Aufnahme weiterer Tagesordnungspunkte bei dem Vorstand zu beantragen, über deren Aufnahme zur Tagesordnung die Mitgliedsversammlung bei Sitzungsbeginn entscheidet.

Die Beschlüsse in der Mitgliederversammlung werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stim- men gefasst, soweit im Folgenden nichts Abweichendes bestimmt ist.
Eine Mehrheit von 75 % der abgegebenen Stimmen ist erforderlich für:

  1. Die Abberufung des V orstandes oder einzelner V orstandsmitglieder,
  2. Den Ausschluss von Mitgliedern,
  3. Satzungsänderungen
  4. Die Auflösung des Vereins und Verwendung der Vereinsmittel

Über den Ablauf der Mitgliederversammlung und die gefassten Beschlüsse wird durch den Schriftfüh- rer – im Falle von dessen Verhinderung durch ein anderes Vorstandsmitglied – eine Niederschrift ge- fertigt, die von diesem und dem ersten Vorstand zu unterzeichnen ist.
Den Vorsitz in der Versammlung führt der erste Vorstand oder – im Falle seiner Verhinderung – der zweite Vorstand.

§ 8 – Schlussbestimmungen

Die Satzung sowie beschlossene Satzungsänderungen treten mit der Eintragung in das Vereinsregister beim Amtsgericht Marburg in Kraft. Die Eintragung in das Vereinsregister wurde am 12.08.2014 unter dem Aktenzeichen 16 VR 5165 vorgenommen. Die vorstehende Fassung der Satzung wurde in der Mitgliederversammlung vom 21.11.2014 beschlossen.